
{"id":772,"date":"2026-06-17T12:27:22","date_gmt":"2026-06-17T10:27:22","guid":{"rendered":"https:\/\/laborgemeinschaft-odenwald.de\/?page_id=772"},"modified":"2026-06-17T13:23:41","modified_gmt":"2026-06-17T11:23:41","slug":"praeanalytik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/laborgemeinschaft-odenwald.de\/index.php\/praeanalytik\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4analytik"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Pr\u00e4analytik<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Unter diesem Begriff werden alle Prozesse zusammengefasst, die vor der eigentlichen Analyse ablaufen, im Einzelnen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Patientenvorbereitung<\/li>\n\n\n\n<li>Gewinnung des Untersuchungsmaterials<\/li>\n\n\n\n<li>Aufbereitung, Aufbewahrung und Versand des Untersuchungsmaterials.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die pr\u00e4analytische Phase hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Richtigkeit des Untersuchungsergebnisses. Fehler im pr\u00e4analytischen Prozess k\u00f6nnen zu Abweichungen f\u00fchren, ohne dass dies von Seiten des Labors erkennbar sind. In besonderen F\u00e4llen kann auf Anfrage die Messunsicherheit zu einzelnen Verfahren mitgeteilt werden.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>1. Patientenvorbereitung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die meisten Referenzbereiche wurden im morgendlichen Untersuchungsmaterial ermittelt. Daher wird generell eine Abnahme des Untersuchungsmaterials in der Zeit zwischen 7.00 Uhr und 9.00 Uhr empfohlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die letzte Nahrungs- und Fl\u00fcssigkeitsaufnahme sollte am Vorabend zwischen 18.00 und 19.00 Uhr erfolgt sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entnahme muss im medikamentenfreien Intervall durchgef\u00fchrt werden, also vor der Morgenmedikation.<\/p>\n\n\n\n<p>Um den Einfluss k\u00f6rperlicher Belastung zu vereinheitlichen, sollten alle Patienten mindestens 10 Minuten vor der Blutabnahme in Ruhestellung verbleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei bestimmten Untersuchungen sind hinausgehende Ma\u00dfnahmen erforderlich; siehe bitte Analysenverzeichnis.<br><\/p>\n\n\n\n<p><strong>2. Gewinnung, Aufbereitung, Aufbewahrung und Versand des Untersuchungsmaterials<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br><em><strong>2.1 Gewinnung allgemein<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist empfehlenswert das Untersuchungsmaterial vor der Gewinnung zu beschriften. Die Probenkennzeichnung dient der eindeutigen Zuordnung einer Patientenblutprobe zum Laborauftrag. Bei Nutzung von Barcode-Etiketten ist zu beachten, dass sowohl auf das Probenr\u00f6hrchen als auch auf den Untersuchungsauftrag jeweils ein Klebeetikett mit der gleichen Nummer aufgebracht wird. Alternativ muss das Probengef\u00e4\u00df mit Vor- und Zuname sowie Geburtsdatum beschriftet werden. Zur Blutgruppenbestimmung (separates R\u00f6hrchen ohne Trenngel)&nbsp; wird neben einem Barcode die Angabe von Name, Vorname und Geburtsdatum des Patienten gefordert (H\u00e4motherapie-Richtlinie). Der anfordernde Arzt ist f\u00fcr die Identit\u00e4t der Blutprobe verantwortlich.<br>Bei Stimulations- und Suppressionstests oder Tagesprofilen sind&nbsp; Angaben zur Probenidentifikation (Uhrzeit, Reihenfolge der Entnahme) notwendig. Ebenso ist darauf zu achten, dass f\u00fcr bestimmte Untersuchungen ein separates Probengef\u00e4\u00df erforderlich ist (z.B. Blutgruppenbestimmung, Viruslastbestimmung). Bei Entnahme von anderen K\u00f6rperfl\u00fcssigkeiten, z.B. Punktaten, sowie mikrobiologischen Abstrichen, bitte immer Angabe des Entnahmeortes.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>2.1.1 Gewinnung von Blutproben<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Venenblutentnahme unter Standardbedingungen<\/strong><\/em><br><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Blutentnahme sollte zwischen 7 und 9 Uhr nach einer N\u00fcchternperiode von 12 Stunden bei Raumtemperatur erfolgen.<\/li>\n\n\n\n<li>Nach einer Ruhezeit (sitzend oder liegend) von mindestens 10 Minuten kann dem Patienten Blut aus einer gut gef\u00fcllten Vene nach vorheriger Desinfektion entnommen werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Es sollte keine Entnahme aus liegenden ven\u00f6sen oder arteriellen Zug\u00e4ngen erfolgen. Falls dies nicht m\u00f6glich ist, sollte mindestens das 10fache des Totvolumens des Katheters vorab entnommen und verworfen werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Staubinde wird handbreit oberhalb der vorgesehenen Einstichstelle angelegt (bei Entnahme am Arm).<\/li>\n\n\n\n<li>Zum Einstechen der Kan\u00fcle max. 1 Minute stauen, der Einstich muss streng intraven\u00f6s erfolgen. Die Haut wird gegen die Stichrichtung gespannt und die Schliffseite der Kan\u00fcle nach oben gerichtet.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Stauung kann gel\u00f6st werden, sobald Blut in die R\u00f6hrchen l\u00e4uft.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Punktionsstelle nach Entfernen der Kan\u00fcle ausreichend lange (ca. 5 Minuten) mit einem Tupfer unter ausreichendem Druck verschlie\u00dfen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><em><strong>Die Reihenfolge der Blutentnahme sollte wie folgt sein:<\/strong><\/em><br><br>1. Blutkulturen<br>2. Nativblut (Serum, Vollblut)<br>3. Citratblut (Gerinnung)<br>4. EDTA- \/ Heparinblut<br>5. Fluoridblut&nbsp; (NaF-Blut)<\/p>\n\n\n\n<p>Sinn der Reihenfolge ist, einen st\u00f6renden Einflu\u00df durch das vorhergehende R\u00f6hrchen zu vermeiden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>3. Entnahmesysteme und Probenhandling<\/strong><br><br><em><strong>3.1 Entnahmesysteme \u2013 Farbkodierung:<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-fixed-layout\"><tbody><tr><td><strong><\/strong><strong>Probenmaterial<\/strong><\/td><td><strong>Vacutainer\u00ae&nbsp;&nbsp;<\/strong><\/td><td><strong>Sarstedt Monovette\u00ae<\/strong><\/td><\/tr><tr><td>Vollblut<\/td><td>rot (braun)<\/td><td>wei\u00df<\/td><\/tr><tr><td>Serum mit Trennhilfe\/Gelmonovette<\/td><td>goldgelb<\/td><td>braun<\/td><\/tr><tr><td>EDTA-Blut<\/td><td>violett<\/td><td>rot<\/td><\/tr><tr><td>Citrat-Blut [1+9, Gerinnung]<\/td><td>hellblau<\/td><td>gr\u00fcn<\/td><\/tr><tr><td>Heparin-Blut Na-\/NH4<\/td><td>gr\u00fcn<\/td><td>blau<\/td><\/tr><tr><td>Lithium-Heparin-Blut<\/td><td>orange<\/td><td>orange<\/td><\/tr><tr><td>Fluorid [NaF]<\/td><td>grau<\/td><td>gelb<\/td><\/tr><tr><td>Urinmonovette<\/td><td>&#8211;<\/td><td>gelb<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p><br><br><em><strong>3.2 Umgang mit Probenmaterial<\/strong><\/em><br><br><strong>Serum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Blut entnehmen, mindestens 20 Min. (h\u00f6chstens 1 Std.) in senkrechter Stellung gerinnen lassen, wenn m\u00f6glich und erforderlich, zentrifugieren (ca.10 min. bei 2500 x g = ca. 3000 U\/min.), \u00dcberstand (Serum) abheben und in unsere Probenr\u00f6hrchen \u00fcberf\u00fchren.<br>Die Zenrifugation von Serum-Gel-Monovetten f\u00fchrt zu einer dauerhaften Trennung von Blutkuchen und Serum, hier ist ein Abpipettieren vor Versand nicht erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Vollblut<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur Bestimmung von Blutgruppen wird auch der Blutkuchen ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bitte SARSTEDT-Monovette mit durchsichtiger bzw. wei\u00dfer Kappe oder BD-Vacutainer ohne Trenngel (roter Stopfen) benutzen. Mindestens 20 Minuten durchgerinnen lassen. Das R\u00f6hrchen bitte dabei aufrecht stellen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Plasma (EDTA-Plasma\/Heparinplasma)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Blutentnahme in entsprechenden R\u00f6hrchen (EDTA\/Heparin) abnehmen, durchmischen, sofort zentrifugieren (ca. 10 min. bei 2500 x g = ca. 3000 U\/min.), \u00dcberstand (Plasma) abheben, in unsere Probenr\u00f6hrchen (ohne Zusatz) \u00fcberf\u00fchren, verschlie\u00dfen und entsprechend der Vorschrift des jeweiligen Testparameters lagern und als Heparin- bzw. EDTA-Plasma kennzeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>EDTA-Blut\/Punktat<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Blutbilder sowie molekulargenetische Untersuchungen ben\u00f6tigen wir EDTA-Vollblut. F\u00fcr Zelldifferenzierungen aus Punktaten, Punktat bitte in EDTA &#8211; R\u00f6hrchen \u00fcberf\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Citratblut<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Gerinnungsananlysen m\u00f6glichst frisch. Bei Raumtemperatur lagern und sp\u00e4testens 4 &#8211; 6 Stunden nach Blutentnahme durch unseren Fahrdienst&nbsp; abholen lassen oder als Citratplasma (siehe unten) einsenden.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Citratplasma<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Gerinnungsanalysen m\u00f6glichst unmittelbar, sp\u00e4testens aber 1 Stunde nach Entnahme, das Citratblut (10 min. bei 2500 x g = ca. 3000 U\/min.) zentrifugieren. Das \u00fcberstehende Plasma wird in ein Kunststoffr\u00f6hrchen \u00fcberf\u00fchrt und verschlossen bei -18\u00b0 C bis \u2013 20\u00b0 aufbewahrt. Bitte als Citrat-Plasma kennzeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Na-Fluorid-Blut (NaF-Blut)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zur Bestimmung der Blutglucose empfehlen wir die Verwendung von Na-Fluorid-R\u00f6hrchen, um falsch-niedrige Werte zu vermeiden. Diesen ist neben einem Antikoagulanz auch ein Glykolysehemmer zugesetzt. So wird der In-vitro-Abbau von Glukose, der in Serum ca. 90% in 24 Stunden betr\u00e4gt, sowie von Laktat vermieden. Alternativ kann frisch gewonnenes Serum verwendet werden. Muss das Unter-suchungsmaterial l\u00e4nger als 24h gelagert werden, ist eine sofortige Zentrifugation (siehe bitte EDTA-Plasma) und das Einsenden von NaF-Plasma erforderlich. Bitte als NaF-Plasma kennzeichnen.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>24 Std. Sammelurin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Beh\u00e4lter f\u00fcr die Urinsammlung k\u00f6nnen \u00fcber das Labor bestellt werden.<br>Eine Vielzahl von Untersuchungen im Urin beziehen das Ergebnis auf die Tagesausscheidung, so dass die Angabe der Sammelmenge unbedingt erforderlich ist. Der Patient sollte genau informiert sein, um Fehler beim Sammeln zu vermeiden.<br>Die Sammelperiode beginnt um 7 Uhr morgens. Nachdem der erste Morgenurin verworfen wurde, erfolgt die komplette Sammlung aller Urinportionen bis zum n\u00e4chsten Morgen um 7 Uhr inklusive des Morgenurins. Die Gesamturinmenge sorgf\u00e4ltig durchmischen, die ben\u00f6tigte Teilurinmenge in Urinmonovette (gelber Deckel) abf\u00fcllen und entsprechend lagern. Eine Anleitung befindet sich auch als Aufdruck an den Sammelbeh\u00e4ltern.<\/p>\n\n\n\n<p>Folgende Untersuchungsparameter ben\u00f6tigen keinen Zusatz von S\u00e4ure:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Aldosteron, Cortisol<\/li>\n\n\n\n<li>Albumin, Eiwei\u00df<\/li>\n\n\n\n<li>Elektrolyte<\/li>\n\n\n\n<li>Harns\u00e4ure (Urat)<\/li>\n\n\n\n<li>Osmolalit\u00e4t<\/li>\n\n\n\n<li>Porphyrine (lichtgesch\u00fctzt)<\/li>\n\n\n\n<li>Spurenelemente<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br>F\u00fcr folgende Untersuchungsparameter Urin bitte mit S\u00e4ure-Zusatz:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Katecholamine (Adrenalin, Noradrenalin)<\/li>\n\n\n\n<li>Dopamin<\/li>\n\n\n\n<li>Metanephrin, Normetanephrin<\/li>\n\n\n\n<li>Vanillinmandels\u00e4ure, Homovanillinmandels\u00e4ure<\/li>\n\n\n\n<li>5-HIES<\/li>\n\n\n\n<li>Selen<\/li>\n\n\n\n<li>Thyrosin<\/li>\n\n\n\n<li>Serotonin<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><br><strong>Aufbewahrung und Versand<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p>Einige Analysen erfordern ein Tiefgefrieren des Untersuchungsmaterials. Die Parameter sind in der Analysen\u00fcbersicht entsprechend vermerkt. Darauf kann verzichtet werden, wenn das Untersuchungsmaterial direkt vor Abholung des Fahrdienstes gewonnen wird.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Serum, Vollblut bitte gek\u00fchlt bei + 4 \u00b0C bis + 8 \u00b0C aufbewahren<\/li>\n\n\n\n<li>EDTA-R\u00f6hrchen, NaF-Blut\/Plasma bei Raumtemperatur lagern (max. 18 bis 24 h)<\/li>\n\n\n\n<li>Tiefgefrorenes Material (Plasma, gefrorenes Serum) muss dem Fahrdienst gesondert \u00fcbergeben werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><strong>Anforderungsschein<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr Ihre Anforderungen stellt Ihnen unser Labor die entsprechenden Laborauftr\u00e4ge zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Anforderungsschein soll folgende Angaben enthalten:<\/p>\n\n\n\n<ol start=\"1\" class=\"wp-block-list\">\n<li>Name, Vorname, Geburtsdatum und Geschlecht des Patienten<\/li>\n\n\n\n<li>Adresse des Patienten bzw. Kostentr\u00e4ger<\/li>\n\n\n\n<li>Angaben zum einsendenden Arzt \/ Praxisstempel<\/li>\n\n\n\n<li>Art des Untersuchungsmaterials<\/li>\n\n\n\n<li>Abnahmedatum und Entnahmezeitpunkt, Reihenfolge der Entnahme<\/li>\n\n\n\n<li>Verdachtsdiagnose ggf. Klinische Angaben zur Anamnese, Medikation<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><br><br><strong>Patientenbezogene Einflussgr\u00f6\u00dfen\/St\u00f6rfaktoren<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p><br><strong>Geschlecht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die aussagekr\u00e4ftige Interpretation zahlreicher Laborparameter ist die Kenntnis des Geschlechts des Patienten Voraussetzung. Wir bitten daher um Markierung des entsprechenden Feldes auf dem \u00dcberweisungsschein. Geschlechtsspezifische Unterschiede finden sich bei:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Hormonen ( z. B. unterschiedliche Konzentration von \u00d6stradiol, Testosteron)<\/li>\n\n\n\n<li>den Referenzbereichen von Leberenzymen, Kreatinin, Eisen, Ferritin, BSG, Kreatinkinase<\/li>\n\n\n\n<li>Erythrozyten- und H\u00e4moglobinkonzentration (bei M\u00e4nnern h\u00f6her als bei Frauen)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><strong>Lebensalter<\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>erh\u00f6hte H\u00e4moglobin- und Bilirubinkonzentration bei Neugeborenen<\/li>\n\n\n\n<li>erh\u00f6hte alkalische Phosphatase in der Wachstumsphase<\/li>\n\n\n\n<li>zu Beginn der Pubert\u00e4t erreicht die Konzentration der meisten Messgr\u00f6\u00dfen Erwachsenenwerte<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><strong>Zirkadine und saisonale Schwankungen, Biorhythmik<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Viele Hormone weisen tagesabh\u00e4ngige Konzentrationsschwankungen auf, die Abweichungen zwischen Tagesmaximum und -minimum k\u00f6nnen bis zu 200% betragen. Dies ist z.B. der Fall bei Cortisol, das Maximum liegt in den fr\u00fchen Morgenstunden, das Minimum um Mitternacht. Daher empfiehlt sich bei diesem Parameter die Bestimmung im Sammelurin oder als Tagesprofil, ein einzelner Wert hat begrenzte Aussagekraft.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere Parameter mit ausgepr\u00e4gter Tagesrhythmik (Maximum in Klammern):<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>ACTH (morgens)<\/li>\n\n\n\n<li>Katecholamine (morgens)<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Ein Beispiel f\u00fcr saisonale Schwankungen ist Vitamin D mit Maximalwerten im Sommer (UV-abh\u00e4ngig).<\/p>\n\n\n\n<p>Zahlreiche Hormone zur Fertilit\u00e4tsdiagnostik, unterliegen einer Biorhythmik im Rahmen des Menstruationszyklus.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Ern\u00e4hrung<\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Bei Nahrungskarenz ver\u00e4ndert sich die Konzentration von Proteinen, Fetten und Harnstoff (erniedrigt), Kreatinin und Harns\u00e4ure steigen an<\/li>\n\n\n\n<li>Vegetarische Kost f\u00fchrt zur Abnahme von Kreatinin und Vitamin B12<\/li>\n\n\n\n<li>Eiwei\u00dfreiche Di\u00e4ten f\u00fchren zu einem Anstieg von Proteinen, GPT und Ammoniak<\/li>\n\n\n\n<li>fett-und kohlenhydratreiche Kost f\u00fchrt zum Anstieg von Triglyceriden<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><strong>Rauchen<\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Chronischer Nikotinabusus f\u00fchrt zu einer Erh\u00f6hung von: CEA, Leukozyten, Adrenalin, Cortisol, Lipoproteinen und Spurenelementen<\/li>\n\n\n\n<li>Vermindert sind die Konzentrationen von ACE, Prolaktin, Vitamin C<\/li>\n\n\n\n<li>Nach direktem Zigarettenkonsum ist das CO-Hb und die Glukosekonzentration erh\u00f6ht<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><br><strong>Alkohol<\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>chronischer Alkoholabusus f\u00fchrt zu einer Erh\u00f6hung folgender Blutwerte: \u03b3-GT, GPT, GOT, MCV, CDT, Adrenalin, Cortisol<\/li>\n\n\n\n<li>2-3 Stunden nach Alkoholkonsum ist Laktat erh\u00f6ht und Glucose vermindert<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pr\u00e4analytik Unter diesem Begriff werden alle Prozesse zusammengefasst, die vor der eigentlichen Analyse ablaufen, im Einzelnen: Die pr\u00e4analytische Phase hat einen ganz entscheidenden Einfluss auf die Richtigkeit des Untersuchungsergebnisses. 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